Strafgerichte und die Folgen der Bauernaufstände

Nachdem die Bauernhaufen zerschlagen waren und ca. 100000 Bauern ihr Leben verloren hatten, begannen die Fürsten mit ihren Strafgerichten. Soldaten und Henker durchzogen die Dörfer.
Die Bauern mußten ihren Herren huldigen, sie mußten Strafgelder bezahlen, die zerstörten Schlösser, Kloster und Burgen wieder aufbauen. Die Städte, die mit den Bauern kooperiert hatten, mußten hohe Strafgelder zahlen: der Adel sanierte sich.
Die Strafgerichte waren z.T. am Grausamkeit nicht zu überbieten, so ließ z.B. Markgraf Kasimir (nicht zu verwechseln mit Casimir bei den Motorradfreunden Bundtschu) in Franken bei einem Strafgericht sechzig Bauern die Augen ausstechen und achtzig Bauern enthaupten.
Es folgte eine Zeit von 300 Jahren, in denen die Bauern nicht mehr im großen Stil aufbegehrten und sich von den Ereignissen des Jahres 1525 langsam erholten. Erst mit der Revolution 1848/1849 konnten die Ziele durchgesetzt werden, die bereits 1525 von den Bauern formuliert wurden.
Diese Zusammenfassung ist eine komprimierte Darstellung der Beschreibung des Buches "Der Deutsche Bauernkrieg" von Mai Hafermaas und enthält zusätzliche Auszüge aus dem Buch "Der große Deutsche Bauernkrieg" von Wilhelm Zimmermann, sowie andere Quellen aus dem Internet.
Der Widerstand beginnt
Die Bauern und die Reformation
Der Aufstand der Bauern
Der Verlauf der Schlachten
Strafgerichte und die Folgen der Bauernaufstände